Reiseübelkeit bei Kindern: 3 einfache Hilfen, die wirklich helfen
Kennst du das? Kaum sitzt ihr im Auto, wird dein Kind blass. Erst ist es nur unruhig, dann kommt der Satz, den jede Mama fürchtet: „Mir ist schlecht.“ Und du weißt sofort: Die nächsten Kilometer werden anstrengend.
Reiseübelkeit ist kein Kinder-Ding allein. Ich höre das immer wieder auch von Erwachsenen, egal ob im Auto, im Zug, auf dem Schiff. Das Gleichgewichtsorgan im Ohr meldet etwas anderes als die Augen. Diese Widersprüchlichkeit macht vielen von uns zu schaffen, kleinen wie großen Menschen.
Die gute Nachricht: Es gibt ein paar einfache Dinge, die du ausprobieren kannst, ganz ohne Chemie, ganz ohne großen Aufwand.
1. Der Punkt am Handgelenk (Perikard 6 / Neiguan)

Den habe ich euch ja schon im Reel gezeigt: Perikard 6, in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch Neiguan genannt. Du findest ihn etwa drei Fingerbreit unterhalb der Handgelenksfalte, zwischen den beiden Sehnen auf der Innenseite des Arms. Hier unter meinem Zeigefinger.
Das ist übrigens der Punkt, auf dem auch die bekannten Akupressur-Armbänder gegen Seekrankheit basieren, also kein neuer Trend, sondern ein bewährter Punkt.
Einfach mit dem Daumen sanft, aber spürbar drücken oder kreisen. Zwei, drei Minuten, gerne auf beiden Armen. Kinder machen das oft gern selbst, wenn du es ihnen einmal zeigst – das gibt ihnen auch das Gefühl, der Übelkeit nicht hilflos ausgeliefert zu sein.
2. Ergänzend: Hegu (Di4) zwischen Daumen und Zeigefinger

Wer noch etwas Zusätzliches ausprobieren möchte: Hegu, auch Di4 genannt, liegt zwischen Daumen und Zeigefinger, ungefähr in der Mitte des Muskelwulstes, wenn beide Finger zusammengeführt werden. Dieser Punkt wird klassisch eher bei allgemeiner Anspannung und Unwohlsein eingesetzt und kann Neiguan gut ergänzen, vor allem, wenn zur Übelkeit noch Unruhe oder Kopfdruck dazukommt.
Wichtig: Das sind Impulse aus meiner Praxiserfahrung. Bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden gehört das immer in ärztliche oder heilpraktische Abklärung und nachhaltige Veränderungen können mit einer Stabilisierung über kinesiologische Balancen, den bewährten Akupressurabläufen in meiner Praxis unterstützt werden.
3. Pfefferminztee – mit einer kleinen Einschränkung
Pfefferminztee kann beruhigend auf den Magen wirken, in kleinen Schlucken getrunken, lauwarm statt heiß. Für Kita-Kinder ab etwa vier Jahren bis hin zu Erwachsenen ist das meist gut verträglich und wirkt im Sommer auch noch kühlend.
Bei ganz kleinen Kindern unter drei, vier Jahren würde ich mit Pfefferminz eher zurückhaltend sein, das Menthol kann bei den Kleinsten mitunter zu stark wirken. Da lieber erstmal auf die beiden Punkte setzen oder Rücksprache mit eurer Kinderärztin halten.
4. Der bewährte Praxis-Tipp: Gitterpflaster auf Perikard 6
Das ist einer meiner liebsten Tipps aus der Praxis: ein kleines Gitterpflaster genau auf den Neiguan-Punkt geklebt, schon bevor die Fahrt losgeht. Der leichte Dauerreiz kann während der ganzen Fahrt wirken, ohne dass ständig gedrückt werden muss und ist praktisch, wenn Kinder unterwegs einschlafen oder mit dem Drücken selbst nicht mehr hinterherkommen.
Was du mitnehmen kannst
Reiseübelkeit lässt sich selten komplett wegzaubern, jedoch gut balancieren. Aber du hast jetzt drei Dinge in der Hand, die wirklich einfach umzusetzen sind – am Handgelenk, an der Hand, in der Tasse. Probiert aus, was für euch passt.
Hier findes du mein Reel dazu!
Solche kleinen Körper-Werkzeuge helfen übrigens nicht nur unterwegs. Auch im Schulalltag, bei Hausaufgabenfrust, Prüfungsangst oder Konzentrationsproblemen reagiert jedes Kind anders, je nachdem, wie es am besten lernt. Wenn du herausfinden willst, welcher Lerntyp dein Kind ist, und passende Tipps direkt dazu bekommen möchtest: Melde dich für meinen Newsletter an und mach hier den kostenlosen Lerntyp-Quiz , du bekommst dein Ergebnis sofort und danach regelmäßig weitere Impulse in deinen Posteingang.
Probier’s aus und schreib mir, wie’s war.
Ich bin gespannt, welcher Punkt bei euch am besten funktioniert – Neiguan, Hegu oder das Gitterpflaster als Dauerlösung. Schreib mir gern ins Kommentarfeld oder per Nachricht, was bei deinem Kind geholfen hat. Von solchen Rückmeldungen profitieren andere Familien auch.
Und falls die Übelkeit bei euch öfter ein Thema ist, nicht nur im Auto, sondern vielleicht auch bei Aufregung, Schule oder anderen Situationen: Dann lohnt sich oft ein genauerer Blick. Melde dich gern für eine Behandlung bei mir – über das Kontaktformular oder telefonisch unter 0174/ 92 98 739. Gemeinsam schauen wir, was bei eurem Kind (oder bei dir) wirklich dahintersteckt.


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